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Infektionskrankheiten |
Lungenentzündung (Pneumonie)

Bei der Lungenentzündung oder Pneumonie handelt es sich um eine akute oder chronische Entzündung des Lungengewebes. Die Erreger sind meistens Bakterien, wie Pneumokokken, Haemophilus influenzae, Mykoplasmen, Staphylokokken, Chlamydien, oder Legionellen und Viren wie das Grippevirus, Adenovirus und Parainfluenzaviren. Selten finden sich andere Ursachen (Inhalation giftiger Stoffe, Autoimmunerkrankungen). Die ambulant erworbene Pneumonie (AEP oder CAP = Community acquired pneumonia) ist die weltweit am häufigsten registrierte Infektionskrankheit. In Deutschland rechnet man mit etwa 800.000 Fällen pro Jahr. Über 30 % der Erkrankten (ca. 240.000) werden im Verlauf in einem Krankenhaus stationär aufgenommen, 10 % davon auf einer Intensivstation (d. h. ca. 2 % aller Patienten mit einer CAP). Damit führte die ambulant erworbene Pneumonie häufiger zur stationären Aufnahme als der Herzinfarkt (132.000 Aufnahmen) oder Apoplex (= Schlaganfall, 162.000 Aufnahmen). Etwa 20.000 Menschen sterben jährlich in Deutschland an einer Pneumonie. Zur Diagnosesicherung sollten neben einer gründlichen körperlichen Untersuchung ein stufenweises diagnostisches Vorgehen eingesetzt werden, nur bei einer leichtgradige Pneumonie, kann initial ein ambulanter Therapieversuch erfolgen, wobei die Indikation zu einer Thoraxröntgenaufnahme frühzeitig gestellt werden sollte. Bei Zunahme der Erkrankungsschwere bzw. der Anzahl von Risikofaktoren oder einem Therapieversagen sind eine radiologische wie labormedizinische Diagnostik indiziert sowie ein Erregernachweis anzustreben (siehe auch www.capnetz.de).